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Co-Leader mal 8

Acht Spielerinnen teilen sich die Führung bei 5 unter Par, die Österreicherinnen können den Heimbonus nicht nützen.

Sonnenschein und perfekte Spielbedingungen am ersten Spieltag der UNIQA Ladies Golf Open presented by Raiffeisen, der 37 Runden unter Par sah - leider von keiner der Österreicherinnen.

Gleich 8 Spielerinnen schiessen das Bestscore von 67 Schlägen (-5), unter ihnen die starke Engländerin Melissa Reid, eine von drei Starterinnen aus dem aktuellen Solheim Cup-Team. Becky Brewerton (WAL), die Deutsche Überrraschung bei der British Open, Caroline Masson, Giulia Sergas (ITA), die Schwedische Newcomerin Louise Larsson, die Französin Caroline Afonso und die Finnin Kaisa Ruuttila, sie allen teilen sich ein Stück der Führung. Titelverteidigerin Laura Davies war zwar höchst unfrieden mit ihrem Spiel, benötigte aber nur zwei Schläge mehr und bleibt voll im Rennen.

Österreichs frühe Trümpfe stachen nicht

Nicole Gergely
hatte die Ehre des ersten Golfschlags um Punkt 8.30 Uhr am 1. Tee.  Steffi Michl - mit Freund Thomas Kogler am Bag -  folgte 10 Minuten später - mit einem Drive in den Fairwaybunker.

Zeitgleich am 10. Tee legen mit Titelverteidigerin Laura Davies und Senkrechtstarterin Caroline Hedwall die beiden Topfavoritinnen gemeinsam los.

Gergely eröffnet sich Chancen

Die zuletzt ansteigende Form ist bei Nicole Gergely in der frühen Phase sichtbar. Auf den ersten beiden Löchern kann sie jedoch aus drei, vier Metern ihre Birdieputts nicht lochen. Dafür gelingt am schweren 3. Loch aus dem Grünbunker ein grossartiger Sand-Save. "In SUmme war daa aber von gut noch weit weg," fühlte sie sich nach der Schwungumstellung noch nicht sattelfest.

Ausgerechnet am kurzen Par 4 der 4 gibt Gergely nach weggeblocktem Drive einen ersten Schlag ab. Bis zum Par 5 der 9 muss die Kremstalerin geduldig bleiben, ehe nach gutem Chip der 1. Birdieputt fällt. Ein zweites Mal muss Gergely nach dem Bogey an der 10 einem Schlag nachlaufen, schiesst aber am Par 3 der 14 bis auf zwei Meter zum Stock und locht den Birdieputt.

Der Tiefpunkt ihrer Runde ist von der Clubhausterrasse zu sehen. Abschlag an der 16 in den Grünbunker: "Die Lage war sehr schwer, von dort ein Dünner und ein Dreiputt," notiert sie das Doppelbogey und am Ende nur die 74 und Platz 70. "Es gibt so Tage, da spürt man nicht was der Körper macht. Ich brauche einfach noch Zeit."

Wackeliger Start für Michl

Flightpartnerin Rebecca Hudson macht Steffi Michl schon vor dem 1. Golfschlag darauf aufmerksam, dass sie zuweit vorne aufteet. Von 20 Zentimeter weiter hinten geht es ab in den Fairwaybunker, das Par kann sie am Par 5 der 1 jedoch halten. Die erste Birdiechance nutzt Michl eiskalt am nächsten Grün. Auch der Drive an der 3 passt nicht, aus dem Rough kann sie nur quer weiterspielen. Aus 80 Metern schiesst die Murstätterin Proette jedoch bis auf einen Meter zum Stock und rettet ein tolles Par. "Vom Tee war das gar nicht gut, nur 5 Fairways getroffen, aber einige gute Saves gemacht."

Am 4. Grün setzt es den 1. Schlagverlust für Österreichs aktuelle Nummer 1 bei den Damen. Guter Konter an der 7, einem guten Birdieloch, das sie nutzt um zurück in die roten Zahlen zu kommen. "Das Putten war vor allem anfangs sehr gut, auch mit den Eisen war ich zufrieden." Vor allem vom Tee lässt Michl weiter die Präzision vermissen, kann sich aber bis zu Loch 14 weitere Schlagverluste vom Leibe halten, ehe ihr auf diesem Par 3 der Sand Save misslingt.

Nach einem weiteren Bogey am vorletzten Loch schreibt Michl mit 73 Schlägen auf Platz 56 an: "Die Drives müssen besser werden, Morgen muss ich mich steigern."

Wolf hält voll mit

Amateurin Chrissie Wolf, die nach der US Open erst ihr zweites Profiturnier spielt, legt eine starke Talentprobe bei ihrem Föhrenwald-Debüt ab. Even Par nach dem ersten Drittel mit einem Bogey und Birdie. Ein zweites Bogey kann sie zur Halbzeit wettmachen, über Chip und Putt zum starken Birdie an der 18. "Ich habe gut gespielt, nur sind nicht viele Putts gefallen," meint die seit 4 Jahren in Amerika studierende Innsbruckerin.

Eine Runde unter Par wäre für Wolf nach dem dritten Birdie (Loch 2) durchaus drinnen gewesen. Nur verzieht sie am abschliessenden Par 5 ihren Abschlag, hat noch Glück den Ball zu finden, beendet ihre Debütrunde von Föhrenwald mit Bogey zur 72: "Wir Amateure können mithalten," meint sie selbstbewusst, "mein Ziel ist es vorerst zu cutten und dann möglichst weit vorzukommen." Mit Platz 38 ist Wolf die beste von 8 Österreicherinnen nach dem 1. Tag.

Die Wienerin Nina Mühl ist die zweite heimische Amateurin, die eine tapfere Auftaktrunde zeigt. Trotz wilder erster 9 Löcher ordnet sie sich mit der 74 auf einem Mittelfeldplatz ein. Natascha Fink-Großschädl kommt mit nagelneuem Schlägersatz nicht über die 79 (+7) hinaus.

Auch am Nachmittag lief es nicht rund für die Lokalfavoritinnen: Eva Steinberger, die letzten Monate mit einer Schulterverletzung ausser Gefecht, tat mit der 75 (+3) noch das Möglichste. Österreichs Nationale Meisterin Daniela Wagner schreibt einen Schlag mehr auf die Scorekarte, Marina Stütz kann nicht an ihre sensationelle Vorstellung des Vorjahres anknüpfen und gibt serienweise Schläge zur 82 ab.

Reid wieder in Föhrenwald-Form

Von den beiden englischen Stars, die gemeinsam von der 10 weg im 1. Flight starteten, war Melissa Reid mit der 67 klar besser als Laura Davies, die für ihre Verhältnisse enttäuschende 69 Schläge benötigte. "Es ist fantastisch vorne wegzuspielen und ich habe die Super Grüns zu einigen Birdies aus grösserer Distanz genutzt." Im Verlauf der Runde sammelt Reid, die im Vorjahr vor dem Finaltag führte, 6 Birdies auf: "Ich mag einfach den Kurs und überhaupt Österreich, wo ich zuletzt vor zwei Jahren in Kitzbühel auch beim Snowboarden war."

Laura Davies klang alles andere als zufrieden, trotz des Ergebnisses von 3 unter Par: "Ich bin enttäuscht, hatte viele Probleme heute. So wird es sehr schwer werden den Titel zu verteidigen."

02.09.2011 09:30

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