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Zwei Eisen im Feuer

Marina Stütz hält sich mit Par-Runde in den Top 10, Steffi Michl bringt die 70 herein. Melissa Reid führt.

Davies_0902_150Auf den Flight mit Laura Davies und Natascha Fink konzentriert sich das Interesse am Samstag Vormittag bei der UNIQA Ladies Golf Open presented by Raiffeisen. Für das erste Highlight sorgt jedoch die Spanierin Marta Prieto, die Punkt 8:30 Uhr ihren ersten Golfschlag an der 10 direkt zum Hole in One versenkt - 10.000 Euro hat sie damit bereits verdient!

Die Engländerin Melissa Reid sollte sich jedoch bei 10 unter Par die Halbzeitführung sichern, einen Schlag vor Laura Davies und Christel Boeljon (NED). Marina Stütz muss zwar mit der 72 den Platz an der Spitze abgeben, geht jedoch als hervorragende 6. in den Finaltag. Mit Steffi Michl auf Platz 15 hat Golfösterreich ein zweites heisses Eisen im Feuer.

Die Stars am Vormittag

Natascha Fink und Laura Davies eröffnen mit Birdie, damit bringt sich Österreichs Grand Dame des Golfsports auf Cutkurs. Die Löcher und 5 und 6 mag Nash neuerlich nicht, so wie am Vortag notiert sie hier das Bogey. Bis zur 8 bleibt sie am Bogey-Zug, damit wächst der Rückstand auf die Cutmarke gefährlich an. Auf den Back 9 passieren noch drei Bogeys, bei nur einem Birdie. Die 77 und ein 36 Loch-Ergebnis von 5 über Par reichen nicht für das Finale: "Mein Problem war heute das Putten, mit dem langen Spiel war ich einigermassen zufrieden. Mit dem ersten Turnier nach der Babypause bin ich nicht unzufrieden."

Davies auf der Überholspur

Laura Davies
präsentiert sich am Samstag in blendender Spiellaune. Gleich 5 Birdies sichert sich die zweifache Föhrenwald-Siegerin auf den ersten 12 Löchern, die sie noch dazu absolut fehlerfrei absolviert. "Mit 24 Putts war das eine meiner besten Leistungen auf den Grüns, auf der 15 hätte ich sogar ein Eagle spielen müssen. Ich habe gewusst, heute etwas tun zu müssen und das ist mir gelungen," kommentiert Davies die bislang beste Turnierrunde von 65 Schlägen - und das obwohl sie am Schlussloch nach Annäherungsschlag ins Wasser Bogey spielte.

Mit einer neuerlichen 67er-Runde schnappt Melissa Reid ihrer englischen Landsfrau Laura Davies am späten Nachmittag bei 10 unter Par knapp weg. "Ich habe zwar den Ball nicht so gut getroffen, bin aber gut über die Runde gekommen. Jetzt gehe ich noch auf die Range und telefoniere mit meinem Coach," will die Perfektionistin ihr Spiel für den Sonntag aufpolieren. Die Holländerin Christel Boeljon erreicht noch den geteilten 2. Platz.

Unsere grossen Hoffnungen am Nachmittag

Marina Stütz beweist gleich auf den ersten beiden Löchern Kämpferqualitäten, als sie jeweils den Up & Down zum Par schafft. Eine erste gute Birdiechance vergibt die 17-jährige an der 14, ihrem 5. Loch, aus zwei Metern. Am 15. Grün unterschätzt Marina den Break und schiebt den Birdieputt aus einem Meter vorbei. "Ich habe noch nie vor so vielen Zuschauern gespielt und habe 6 Löcher gebraucht um die Nerven zu beruhigen."

Den Unterschied zum Vortag macht das Putten, Marina lässt einige gute Chancen liegen. "Es war mir klar, dass es nicht immer so sensationell laufen kann wie gestern, aber ich habe auch nicht schlecht geputtet." Mit zwei perfekten Schlägen eröffnet sich die Amateurin an der 18 eine Eaglechance, die sie aus drei Metern aber nicht verwerten kann: aber auch das Birdie ist willkommen.

Im auflebenden Wind zeigt Stütz eine unglaubliche Sicherheit im langen Spiel, ist  noch ohne Bogey im Turnier. Am 2. Grün verwertet die Nationalteamspielerin aus kurzer Distanz zum Birdie. Der erste etwas längere Putt des Tages fällt am 4. Grün zum Birdie, damit hat sie Laura Davies an der Spitze eingeholt. "Das hat mir auch ein Zuschauer dann gesagt und ich habe mir gedacht, dass wäre ein Wahnsinn, Morgen mit Laura zu spielen. Damit ist aber auch der Druck zurückgekommen."

Erstmals gerät Stütz an der 5 in Probleme. Nach rechts weggeblocktem Drive scheint sich Marina mit gutem Schuss bis 15 Meter vors Grün retten zu können. Ein dünner Chip segelt jedoch übers Grün, nach weiterem Chip und zwei Putts gilt es das Doppelbogey zu notieren. Der Schock ist noch am folgenden Par 3 anzumerken, der Abschlag bleibt gut 15 Meter zu kurz, das Bogey ist die Folge.

Der Abschlag an der 8 landet links in der Böschung, Marina spielt zwar einen provisorischen Ball, findet aber zum Glück den Ersten in der Böschung. Fast kann sie von dort das Grün erreichen, am Ende wird es nach Chip und zwei Putts dennoch das Bogey.Starkes Finish trotz links weggeschossenem Drive und Querpass: aus 170 Meter legt Stütz den Ball zwei Meter zur Fahne und rettet mit dem Birdie die Par-Runde von 72 Schlägen. "Vor dem Turnier hätte ich nie damit gerechnet, so weit vorne zu liegen. Aber am Sonntag kann ich unbeschwert spielen, weil ich muss hier kein Geld verdienen."

Michl tapfer trotz Schmerzen

Steffi Michl
ist mit Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich gestartet, unrund verläuft ihr Spiel gleich am zweiten Loch, wo sie das Bogey notiert. "Heute Morgen mit einem vollen Hexenschuss aufgewacht, entsprechend war ich heute vom Tee links und rechts, einfach überall." Wichtig, dass ihr am 12. Grün über Pitch und Putt rasch das erste Birdie gelingt, da sie einen längeren Putt lochen kann. Starker Pitch ins 15. Grün und ein weiterer Schlaggewinn aus kurzer Distanz.

Auf den vorderen 9 kann Michl rasch einen weiteren Schlag gutmachen, muss jedoch am 3. Grün ein Bogey notieren. "Ich habe aber viele gute Putts gemacht, nur 29 insgesamt." Das Birdie an der 4 sichert die neuerliche Runde von 70 Schlägen, die sie auf Rang 15 bringt: "Ich werde Morgen mein Bestes geben, ein Platz in den Top 10 würde mir gefallen."

Eva Steinberger begräbt mit einem Doppelbogey und drei Bogeys bereits im ersten Drittel alle Chancen. Selbst drei Birdies sind angesichts der vielen Fehler zu wenig, so wie zum Auftakt scort die Spielbergerin die 77 und ist am Finaltag nicht mehr dabei. "Das Resultat ist zwar das Gleiche, aber gestern habe ich besser gespielt. Ich werde jetzt einmal meine Schläger ins Eck stellen und warten bis ich wieder Lust aufs Golfspielen bekomme," kommentiert sie ihre Leistung.

Die zweitbeste Samstagsrunde alle 9 Österreicherinnen liefert Marlies Krenn mit der 71 ab. Die Waidhoferin bringt vier Birdies auf ihre Scorekarte, die 78 vom Vortag liess ihr jedoch keine Chance mehr auf den Cut.

Sarah Schober darf sich zwar neuerlich über drei Birdies freuen, mit Doppelbogey und vier Bogeys kommt die Amateurin aus der Murstättner Talenteschmiede nicht über die 75 hinaus und scheitert bei +6 um fünf Shots am Cut. Nicole Gergely findet nach vier Bogeys auf den ersten 5 Löchern ihren Golfschwung und kann danach zwei Schläge aufholen. Nach der 83 vom Vortag war jedoch mit der 74 nichts zu holen.

Auch Daniela Wagner ist nach der 80 nicht mehr am Sonntag mit dabei. Lokalmatadorin Michaela Gasplmayr rechtfertigt mit der guten 73 ihre Nominierung, nach der 80 vom Freitag war jedoch an den Finaleinzug nicht mehr zu denken.

Live-Berichterstattung by www.golf-live.at

04.09.2010 10:19

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