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Teenager-Sensation

Marina Stütz führt mit der 66, auch Steffi Michl eröffnet mit der 70 stark. Natascha Fink gibt mir der 72 ein bemerkenswertes Comeback.

Stuetz_1002_150Die UNIQA Ladies Golf Open presented by Raiffeisen darf sich nach 6 Jahren erstmals über eine heimische Führung freuen, die sich Turnierherr Klaus Schneeberger mit den Fans so sehnlich gewünscht hat. Dieses Kunststück gelingt aber nicht einer unser starken Tour-Proetten, sondern einer 17-jährigen Amateurin: Marina Stütz, die im Vorjahr als jüngste Österreicherin aller Zeiten auf der LET gecuttet hat, legt mit der 66 eine weitere noch viel beeindruckendere Talentprobe ab und führt bei 6 unter Par gemeinsam mit der Australierin Nikki Garrett und der Engländerin Rebecca Hudson.

Stütz dominiert das Geschehen

Marina Stütz erwischt mit zwei Birdies auf den ersten drei Löchern den besten Start und ist die Führende in der frühen Phase des Turniers: "Dass gleich der 1. Putt zum Birdie gefallen ist, hat meine Nerven beruhigt," meinte Marina anschliessend. Fehlerfreie Front 9 schliesst Marina mit dem Birdie an der 9 erfolgreich ab, wobei sie nur knapp an einem Eagle vorbeischrammt. Weiter geht die erfolgreiche Birdiehatz, bis zur 12 sammelt sie nicht weniger als 6 Birdies auf und zieht am Leaderboard auf und davon. "Ich habe nicht nur stark gespielt, beim Putten ist es auch sensationell gelaufen."

Die Longhitterin attackiert aus 185 Metern auch das letzte Grün, versenkt den Ball jedoch mit dem Holz 7 im Wasser. Nervenstark sichert sie über Pitch und Putt die bogeyfreie Runde von 66 Schlägen ab: "Das ist die beste Turnierrunde meiner Karriere," jubelt die 17-jährige Oberösterreicherin, die nur zwei Fairways und Grüns verfehlt und nicht öfters als 26 Mal zum Putter greifen musste.

Sarah Schober
steht ihrer Kollegin aus dem ÖGV-Nationalteam anfangs nicht nach und bringt sich ebenfalls gleich in der ersten Stunde in die roten Zahlen. Das Signature Hole, die 16, wird die Steirerin nicht in guter Erinnerung behalten. Abschlag ins Wasser, Zweiter in den Bunker und das Triplebogey. Auf ihren zweiten 9 Löchern 10 bis 18 läuft es weniger gut: nach drei Bogeys bei noch einem Birdie gilt es am Ende die 75 zu notieren.

Michl spielt hervorragend

Michl_1001_150Stefanie Michl versenkt gleich am 2. Grün aus zwei Metern den ersten Birdieputt. Die Steirerin schlägt jedoch an der 1 und 3 ihre Drives in den Bunker und gibt am 3. Grün einen Schlag ab: "Der Driver hat mich heute auf der rechten Seite verlassen, aber sonst war ich sehr mit meinem Spiel zufrieden." An der 4 gelingt ihr ein starkes Birdie aus 5 Metern. Steffi spielt hervorragend, lässt aber gute Birdiechancen an der 5, 7 und 9 ungenutzt. Wichtige Par-Saves gelingen Steffi aus dem Grünbunker der 8 und auch an der 10.

Perfekter Pitch, tot an den Stock an der 9, das Birdie ist nur noch Formsache. Am 12. Grün fällt erstmals ein längerer Birdieputt, aus gut 7 Metern. Das erste Bogey an der 14 nach verfehlter Annäherung kontert Michl auf spektakuläre Weise: der Schlag ins 15. Grün ist absolut perfekt, der Ball fällt zum Eagle ins Loch! "Aus 85 Metern ein perfektes Pitching Wedge geschlagen."

Am Schlussloch macht Michl noch zweimal mit den Bunkern Bekannschaft und leistet sich nach Dreiputt ein Doppelbogey: "Das war natürlich nicht so geplant. Beim Par-Putt war ich zu aggressiv, den wollte ich unbedingt machen. Aber insgesamt eine gute Runde, nur auf der Range werde ich noch an meinen Abschlägen arbeiten." Die 70er-Runde (-2) gibt Michl alle Chancen für den weiteren Turneirverlauf.

Laura Davies attackiert

Laura Davies ist am Nachmittag angesichts der guten Scores in Zugzwang, macht aber schon nach kurzer Zeit klar, dass mit ihr zu rechnen sein wird: drei Birdies auf den ersten 6 Löchern 10 bis 15 bringen Englands Golfdenkmal in die Top 10. Wie geschaffen ist das Par 5 der 18 für die Longhitterin, die Attacke geht jedoch mit dem Bogey daneben. Birdies auf beiden Par 5 der vorderen 9 helfen wenig, da Laura noch zwei Bogeys hinnehmen muss. Mit der 70 (-2) bleibt die zweifache Österreich-Siegerin aber im Titelrennen. "Die Hoffnung auf das Triple habe ich natürlich nicht aufgegeben. Ich bin vier Schläge hinter der Spitze nach dem ersten Tag. Das ist noch lange nicht das Ende."

Natascha Fink macht an der Seite von Laura Davies eine gute Figur. Zwei Birdies spielt die Jungmama mit ihren nagelneuen Schlägern rasch heraus, patzt allerdings am Par 3 der 14 mit Doppelbogey. Nash zeigt danach eine äusserst solide Leistung. "Ich habe heute erstmals die neuen Schläger verwendet und war daher sehr aufgeregt. Außerdem wollte ich bei meinem Comeback den anderen nicht ‚im Weg stehen‘," schildert Fink ihre Emotionen auf der Runde.

Nur kurz gelingt am 4. Grün die Rückkehr in die roten Zahlen, da postwendend zwei Bogeys auf die Scorekarte wandern. Das Birdie an der 8 rettet aber die mehr als beachtliche Par-Runde, eine grossartige Leistung mit dem nagelneuen Material und ohne Wettkampftraining im Vorfeld.
 "Ich habe von den abenteuerlichsten Punkten geputtet - einmal sogar von einer Brücke, was mich sehr gefreut hat. Da war sogar Laura begeistert und hat mir gratuliert.  Für morgen erwarte ich mir, so wie heute, wieder nichts. Vielleicht reicht es mit einer ähnlichen Leistung zum Cut."

Gergely schiesst die Bälle weg

Nicole Gergely, zuletzt öfters mit Problemen vom Tee, schiesst ihren Drive an der 3 in die Böschung, kommt erst mit dem zweiten Querpass zurück aufs Fairway. Nach der Annäherung in den Grünbunker muss sie ein bitteres Triplebogey notieren. Die bittere Rechtstendenz vom Tee geht auf den nächsten Löchern weiter. Nach verzogenen Abschlägen ist auch das Kurzspiel nicht scharf genug, drei Bogeys folgen. "Ich habe mich schon zu Beginn unsicher gefühlt und dann kein Fairway getroffen. Keine Ahnung warum es so schlecht gelaufen ist."

Auch die Back 9 beginnen für Gergely mit Bogey, nachdem der Sand Save misslingt. Am vorletzten Loch verliert sie vom Abschlag den Ball und schlittert in ein Triplebogey. Mit der Runde von 11 über Par ist die Steirerin am falschen Ende des Klassements zu finden.

Daniela Wagner ist lange Zeit solide unterwegs, das Doppelbogey an der 16 brockt der Steirerin aber am Ende die 75 ein. Marlies Krenn gibt auf den ersten vier Löchern 6 Schläge ab, einen Rückstand, den sie nicht mehr aufholen kann: 78 Schläge, 6 über Par. Eva Steinberger kommt trotz dreier Birdies nicht über die 77 hinaus, neuerlich ist die Fehlerquote zu hoch. Michaela Gasplmayer spielt bei ihrem Debüt die 80.

Live-Berichterstattung by www.golf-live.at

03.09.2010 09:27

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