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Überraschungs-DuoEinen packenden Birdiewettlauf sah der zweite Spieltag der UNIQA Ladies Golf Open presented by Raiffeisen. Bei Kaiserwetter ist Kaisa Ruttilla die Beste nach 36 Löchern, bei 11 unter Par nimmt die Finnin einen Schlag Vorsprung auf die ebenfalls noch sieglose Französin Caroline Afonso in den Finaltag mit. [image:]Die grossen Favoriten hatten dagegen zu kämpfen. Laura Davies sieht sich nach der 73 mit 9 Schlägen Rückstand als Titelverteidigerin schon entthront, näher ist noch Giulia Sergas (ITA) bei -8, Becky Brewerton (WAL) bei -7 und Melissa Reid (ENG) bei -6 dran. 8 Österreicherinnen waren am Freitag hoffungsvoll gestartet, erstmals seitdem die UNIQA Ladies Open vor 7 Jahren in den GC Föhrenwald übersiedelt ist, findet der Finaltag ohne österreichische Beteiligung statt. Bei dem Birdiefeuerwerk können Michl, Gergely und Co. nicht mithalten. Einzig Eva Steinberger locht serienweise Putts, begeht dafür zu viele Fehler. Österreichischer Birdiefrust am Nachmittag [image:]Nicole Gergely pullt gleich ihren ersten Schlag vom 10. Tee gut 15 Meter links weg und kommt nach zwei Chips nicht über das Bogey hinaus. In dieser Tonart mit schlecht getroffenen Eisen geht es weiter: 13. Grün überschlagen, das kostet genauso einen Schlag wie der Ausflug in den Grünbunker der 14. "Nach ca. 5 Löchern habe ich gewusst, dass das nichts mehr wird. Ich habe zwar den Ball besser getroffen, aber immer wieder schlechte Schläge gemacht." Die Reiseroute von Gergelys Ball führt an der 17 über den Fairwaybunker in den Grünbunker, aus 6 Metern kriecht der Par-Putt vorbei. Auch auf den folgenden Par 5 will nichts gelingen, dafür geht aus dem Rough an der 3 wieder ein Schlag verloren. Das erste Birdie gelingt erst nach 13 Löchern - prompt gefolgt vom nächsten Bogey. So summieren sich die Fehler zu frustrierenden 77 Schlägen, die bei +9 zum klaren Ausscheiden führen; "Langsam geht mir die Kraft aus. Aber ich habe alle Flüge gebucht, also werde ich mich weiter durchkämpfen." Michl mit zu vielen Fehlern Gleich auf ihrem ersten Grün, der 10, legt sich Steffi Michl eine gute Birdiechance auf, lässt aber den Putt aus 5 Metern auf der Linie zu kurz. Anstatt aufzuholen, setzt es Rückschläge an der 11 (Fairwaybunker) und 14 (gepushtes Eisen in den Grünbunker) mit Bogeys. Auch ins 16. Grün verzieht die Steirerin ihren Eisenschlag, kratzt aber aus schwerer Bedrängnis ein sehenswertes Par. Bei der Birdiearbeit gelingt weiter zu wenig: auch am Par 5 der 18 ist sie nicht nah genug beim Stock um einen Schlag gutzumachen. "Zwar heute besser gedrived, aber insgesamt war das nur durchschnittlich," ordnet sie ihre Leistung ein, [image:]Ausgerechnet am schwersten Loch der Front 9, der 3, legt sich Michl eine tolle Birdiechance auf, vergibt aber aus drei Metern. Wer die Birdies nicht spielt, den bestrafen die Bogeys: diese Weisheit erfüllt sich am 6. Grün, womit der Rückstand zum Cut auf 4 Schläge anwächst. Bis zum Schluss will kein Birdie gelingen: "Einfach keine Putts gefallen," hat sie geistig das bittere Ausscheiden nach der 76 (+4) schon abgehakt. Nina Mühl lässt dem erfreulichen Birdiestart ein Doppelbogey und Bogey folgen, auch sie entfernt sich früh vom Cut und kann nicht gegenhalten. Am Ende notiert sie wie Kollegin Wolf die 77, somit können auch die Amateure nicht die Kohlen aus dem Feuer holen. Eva Steinberger beginnt hoffnungsvoll mit Birdie, gibt den gewonnenen Schlag aber zwei Bahnen später am schweren Par 4 der 3 wieder ab. Ein Doppelbogey am schweren Par 3 der 6 wirft die Spielbergerin noch weiter zurück. Dennoch kämpft Steinberger beherzt weiter und holt bis zur Halbzeit schon einmal zwei Schläge zurück. (Even Par nach 9). Steinberger feiert Teilerfolge, locht auf 15 Löchern 6 Birdieputts. Nach der langen Verletzungspause passieren aber weiter zu viele dicke Patzer um davon zu profitieren, am Ende hilft ihr auch die 73 nicht weiter (gesamt +4): "10 Birdies in zwei Runden sind gut, leider waren andere Löcher dabei, die ich auch gespielt habe." Daniela Wagner ist auch am Samstag nicht in der Form, mit der sie den Nationalen Meistertitel gewinnen konnte. Mit der 79 braucht die Fürstenfelderin noch um drei Schläge mehr als am Vortag. Amateurin Marina Stütz kann nach Runden von 82 und 78 Schlägen heuer nicht mit den Proetten mithalten. Überraschendes Führungs-Duo Die französische Aufsteigerin Caroline Afonso wiederholt ihre Leistung vom Vortag mit 6 Birdies bei einem Bogey. Die zum 4. Mal in Föhrenwald spielende 21-jährige setzt damit bei 10 unter Par die vorläufige Bestmarke: "Morgen werde ich sicher nervös sein, weil ich habe noch nie ein LET-Turnier angeführt." Am Nachmittag ist noch eine Spielerin besser: die ebenfalls noch sieglose Finnin Kaisa Ruuttila brennt mit der 66 die bislang tiefste Turnierrunde auf den heissen Rasen von Föhrenwald und führt somit bei 11 unter Par das Feld in die Schlussrunde: "Dass ich eine der Längeren vom Tee bin, hilft mir hier sicher. Aber der Schlüssel waren sehr viele gute Putts," spricht sie vor allem das Finish mit drei Birdies in Serie an. Laura Davies findet weiter nicht zu ihrer Form, die ihr drei Titel in Föhrenwald eingebracht hatten: "Die ersten 6 Grüns verfehlt, sowas ist mir noch nie passiert. Einfach schlecht gespielt heute und lange Zeit war ich besorgt, den Cut nicht zu schaffen." Mit Birdies auf den letzten beiden Par 5 kratzt Davies die 73 und steht bei -2 im Finale: "Ein Sieg morgen ist unmögich, dazu müsste ich eine 59 schiessen und das wird nicht gelingen," gibt sie das Unternehmen Titelverteidigung verloren. Den Cut der besten 50 bei 1 über Par überstanden 57 Proetten. 03.09.2011 10:21zurück [de/menu_main/] |